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Neben dem Zugang zu bestehenden Gruppen gegen Überwachung ist auch die Gründung neuer Gruppen so einfach wie möglich zu halten. Dieser Prozess wird jetzt ebenfalls von der Plattform gegen Überwachung unterstützt. Gründungsinteressierte werden an die Hand genommen und bekommen mit wenigen Klicks die Möglichkeit, Kristallisationspunkt ihrer Region zu werden.

Hilfestellung für die Gruppengründung

Vielen Regionen fehlt noch eine Anlaufstelle für Bürger, die sich gegen Überwachung engagieren wollen, weil die bestehenden Organisationen gegen Überwachung dort keine Ortsgruppe unterhalten. Dementsprechend schwierig gestaltet es sich, diese Regionen in Kampagnen wie dem ‘Lesen gegen Überwachung’ oder in die Mobilisierung für Großdemonstrationen einzubinden. Wie ist das brachliegende Potential an Engagement in diesen Räumen nutzbar zu machen? Möglicherweise reicht es schon, wenn es dort eine Person gibt, die laut ruft “Ich will mich gegen die Überwachung wehren! Wer macht mit?”, dass andere darauf aufmerksam werden und sich anschließen. Aufgabe für eine Plattform gegen Überwachung ist es dann, die Hürde zu diesem Aufruf so gering wie möglich zu gestalten. So wie bisher schon die Ansprache bestehender Gruppen durch ein vorformuliertes Kontaktformular niederschwellig ermöglicht wird, wird jetzt auch der Aufruf zur Gruppengründung leicht gemacht. Auf der Gruppenliste ganz oben findet sich dafür der Knopf ‘Neue Gruppe gründen’. Es reicht, einen Ort und eine Email-Adresse zur Kontaktierung einzugeben, und schon wird in die Gruppenliste eine ‘Gruppe in Gründung’ eingetragen, so dass das Projekt von anderen Interessierten in der Umgebung leicht gefunden werden kann.

Einbindung in bestehende Organisationen

Auch die bestehenden Organisationen gegen Überwachung können darüber den Engagementwilligen finden und haben so einen Ansprechpartner für die Region. Sie können ihn sowohl dazu einladen, Mitglied in ihrem jeweiligen Ortsgruppennetz zu werden, als auch gezielt für einzelne Kampagnen gewinnen, beispielsweise um in der Region für die Teilnahme an einer Großdemonstration zu werben. Die Möglichkeit der umgekehrten Ansprache verdoppelt die Chance, dass Leute zueinander finden und die Bewegung gegen Überwachung an Stärke gewinnt.

Der Kalender gegen Überwachung sammelt Veranstaltungen und Arbeitstreffen der Gruppen gegen Überwachung. Er stellt die Termine übersichtlich zusammen und verteilt sie an alle Abonnenten angepasst an deren jeweilige Region. Damit können Veranstaltungen ohne großen Aufwand mit höherer Reichweite bekannt gemacht werden. Alle eingespeisten Veranstaltungsdaten sind offen und werden über verschiedene Schnittstellen zum Abruf bereitgestellt. Der persönliche Kalender oder der Kalenderbereich auf den Gruppenseiten im Netz ist so automatisch immer auf dem neusten Stand und muss nicht mühsam händisch gepflegt werden.

Der Kalender als Bote für Veranstaltungsankündigungen

Viele Gruppen unterhalten auf ihren Seiten im Netz einen selbst gepflegten Bereich mit Empfehlungen für Veranstaltungen. Leute, die sich für die Überwachungsproblematik interessieren, übertragen entsprechende Termine dann regelmäßig in ihre elektronischen Kalender wie beispielsweise Outlook. Die Gruppen und Leute befleißigen sich damit gleich zweier wiederkehrender Arbeitsschritte: Die Recherche nach neuen Veranstaltungen und das Aktualisieren der Website bzw. des Kalenders. Für Veranstaltungen gegen Überwachung kann dieser Aufwand in Zukunft eingespart werden.

Gruppen können entweder mit ihrem Server auf das JSON-API des Kalenders gegen Überwachung zugreifen, oder das den Browser des Besuchers via JavaScript erledigen lassen. So ist ihre Website mit den kommenden Terminen gegen Überwachung immer auf dem aktuellen Stand. Interessenten können den Kalender gegen Überwachung je nach eigener Kalender-Software abonnieren, entweder indem sie auf Webcal klicken oder indem sie manuell den Link unter iCal in ihren Kalender eintragen. Wer sich mittels seines Feedreaders über neue Veranstaltungen auf dem Laufenden halten will, nutzt den RSS-Feed - hierüber werden allerdings wiederkehrende Veranstaltungen (Serientermine) nur ein einziges Mal bei ihrer Eintragung angezeigt.

Wenn du auf eine neue Veranstaltung gegen Überwachung stößt (oder sie selbst veranstaltest), gibst du sie dann nicht mehr in den eigenen Websitebereich oder in den persönlichen Kalender ein, sondern einmal für alle direkt in den Kalender gegen Überwachung (wenn sie nicht schon von jemand anderem dort eingetragen wurde). Schon taucht die Veranstaltung in sämtlichen Seiten im Netz und persönlichen Kalendern aller Abonnenten auf und erreicht ein großes Publikum potentieller Teilnehmer.

Wegweiser zu regionalen Gruppentreffen

Die Gruppen gegen Überwachung können ihre regelmäßigen Arbeitstreffen als Serientermin in den Kalender eingeben und dann von ihrer Website oder ihrem Profil in der Gruppenliste direkt darauf verweisen. Ein Interessent erfährt so mit einem Klick das jeweils nächste Gruppentreffen mit allen dazugehörigen Informationen. Und auch in den Kalendern der Abonnenten in der jeweiligen Region werden die Gruppentreffen als Termine angezeigt.

Der Kalender gegen Überwachung unterscheidet zwischen überregionalen und regionalen Veranstaltungen. Regionale Veranstaltungen wie Vorträge oder Gruppentreffen werden nur den Abonnenten im Umkreis von etwa 50 km angezeigt. Veranstaltungen wie Demonstrationen oder Kongresse gelten als überregional, wenn für sie in einem weiteren Umkreis eingeladen wird und zu erwarten ist, dass Interessenten bereit sind, eine größere Wegstrecke für die Teilnahme in Kauf zu nehmen.

Mit dem Kalender stellt die Plattform gegen Überwachung ein weiteres Unterstützungsinstrument bereit, durch das die vielen unterschiedlichen Bürgerrechtsgruppen gegen Überwachung leichter an einem Strang ziehen und der gemeinsamen Sache zusätzlichen Schub geben können.

Das Layout der Plattform wurde grundüberholt und passt sich jetzt der Bildschirmgröße an, so dass die Seiten auch auf mobilen Geräten vernünftig angezeigt werden. Daneben werden jetzt auch assistive Technologien wie Screenreader besser bedient. Die bisherigen Textseiten der Plattform wurden bei der Gelegenheit neu strukturiert und in einen Blog übertragen.

Der Blog wird über alle Neuigkeiten zu dieser Plattform berichten. Darüber hinaus stellt er Platz für Beiträge von Mitstreitern und Gruppen bereit, die darin ihre Sicht auf aktuelle Entwicklungen in der Bewegung gegen Überwachung darlegen können. Der Blog lebt von Eurem Mitmachen!